Wenn ein Diktator fällt, hinterlässt er nicht nur ein Land in Trümmern, sondern auch eine Familie, ein Vermögen und eine Flut von offenen Fragen. Saddam Hussein, der den Irak fast ein Vierteljahrhundert lang mit eiserner Faust regierte, wurde am 30. Dezember 2006 durch Erhängen hingerichtet – ein Ende, das bis heute juristisch und historisch kontrovers diskutiert wird. Dieser Artikel rekonstruiert die letzten Kapitel seines Lebens, von der Gefangennahme über den Prozess bis zur Hinrichtung, und verfolgt das Schicksal seiner Angehörigen und die Spuren seines Milliardenvermögens.

Geburtsdatum: 28. April 1937 ·
Todesdatum: 30. Dezember 2006 ·
Präsident des Irak: 1979–2003 ·
Hinrichtungsmethode: Erhängen ·
Alter bei Tod: 69 Jahre ·
Anzahl der Söhne: 2 (Uday und Qusay)

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht

Die acht zentralen Fakten zu Saddam Husseins Identität, Familie und Tod zeigen die Eckpfeiler seines Lebens – von der Herkunft bis zur Hinrichtung.

Merkmal Wert
Voller Name Saddam Hussein Abd al-Majid al-Tikriti
Geburtsdatum und -ort 28. April 1937, al-Audscha, Irak
Todesdatum und -ort 30. Dezember 2006, Bagdad
Religion Sunnitischer Islam
Ehefrauen Sajida Talfah, Samira Shahbandar und weitere
Kinder Uday, Qusay, Raghad, Rana, Hala und weitere (genaue Zahl umstritten)
Präsidentschaft 16. Juli 1979 – 9. April 2003
Todesursache Hinrichtung durch Erhängen

Wie wurde Saddam Hussein hingerichtet?

Die Hinrichtung am 30. Dezember 2006, einem Samstagmorgen, dauerte nur wenige Minuten – und doch wirft sie bis heute Fragen auf. Saddam Hussein wurde im Morgengrauen in einem Gebäude des irakischen Geheimdienstes in Bagdad gehängt. Das Urteil hatte das irakische Sondertribunal im sogenannten Dujail-Verfahren gefällt, in dem es um die Tötung von 148 schiitischen Einwohnern nach einem fehlgeschlagenen Attentat im Jahr 1982 ging (Reuters – Internationale Nachrichtenagentur).

Seine letzten Worte, die Zeugen überlieferten, lauteten: „Es lebe das irakische Volk.” Doch die Hinrichtung verlief nicht ohne Kontroversen. Weil der Termin auf das muslimische Opferfest Eid al-Adha fiel, kritisierten viele sunnitische und internationale Stimmen die Wahl des Zeitpunkts als unnötige Provokation (CBC News – Kanadischer Nachrichtendienst). Zudem wurde die Hinrichtung heimlich mit einem Handy gefilmt; die Aufnahmen, die später im Internet kursierten, zeigten, wie umstehende Personen den gestürzten Diktator verhöhnten – ein Vorgang, der die irakische Regierung international in Erklärungsnot brachte.

Warum musste Saddam Hussein sterben?

Das Todesurteil beruhte nach Angaben des International Center for Transitional Justice auf der individuellen Verantwortung Saddam Husseins für die Massaker von Dujail. Das Tribunal hatte ihn für schuldig befunden, persönlich die Befehle zur Vergeltung gegen die schiitische Bevölkerung gegeben zu haben. Sein Halbbruder Barzan al-Tikriti und der frühere Vorsitzende Richter Awad al-Bandar wurden ebenfalls zum Tod verurteilt und am 15. Januar 2007 hingerichtet (Human Rights Watch – Menschenrechtsorganisation).

Das Paradox

Die irakische Regierung wollte mit dem schnellen Prozess Rechtsstaatlichkeit demonstrieren. Doch die hastige Vollstreckung und die entwürdigenden Szenen am Galgen untergruben genau diese Botschaft – und gaben Saddam Husseins Anhängern ein Narrativ des Märtyrertums.

Fazit: Saddam Husseins Hinrichtung war juristisch formal korrekt, aber politisch und kulturell katastrophal inszeniert. Die irakische Regierung verspielte durch den Zeitpunkt und die Umstände die Chance auf eine versöhnliche Botschaft. Für internationale Beobachter bleibt der Prozess ein zwiespältiges Beispiel für Übergangsjustiz in einer Nachkriegsgesellschaft.

Wer stürzte Saddam Hussein?

Der Sturz Saddam Husseins begann am 20. März 2003, als eine von den USA geführte Koalition unter dem Decknamen „Operation Iraqi Freedom” in den Irak einmarschierte. Nach nur drei Wochen war Bagdad eingenommen, und das Regime brach zusammen (Encyclopaedia Britannica – Historisches Standardwerk). Doch Saddam selbst blieb acht Monate lang auf der Flucht – ein Katz-und-Maus-Spiel, das mit einer der skurrilsten Gefangennahmen der Militärgeschichte endete.

Wer hat Saddam Hussein gefunden?

  • Gefangennahme am 13. Dezember 2003 in der Nähe von Tikrit
  • Von US-Truppen der 4. Infanteriedivision entdeckt
  • In einem Erdloch („Spider Hole”) auf einem Bauernhof versteckt (Encyclopaedia Britannica – Historisches Standardwerk)
  • US-General Raymond Odierno beschrieb ihn später als „gebrochenen, resignierten Mann”

Die Szene, die sich den Soldaten bot, war fast schon symbolisch: Der einst mächtigste Mann des Irak, der in Palästen residiert hatte, wurde schmutzig und unrasiert in einem Erdbunker vorgefunden. Er leistete keinen Widerstand und wiederholte nur: „Ich bin Saddam Hussein, Präsident des Irak. Ich möchte verhandeln.”

Wer hat Saddam Hussein verraten?

  • Hinweise von Informanten führten die US-Truppen zu dem Versteck
  • Die US-Regierung hatte eine Belohnung von 25 Millionen Dollar für Hinweise ausgesetzt
  • Die Identität der Informanten wurde nie offiziell bestätigt

Der Verrat war das Ergebnis eines gezielten Nachrichtendienst-Einsatzes: US-Einheiten hatten tagelang mehrere Ziele in der Region Tikrit observiert, bevor sie den entscheidenden Hinweis erhielten. Dass ausgerechnet Vertraute oder Nachbarn seinen Aufenthaltsort preisgegeben hatten, traf Saddam nach Einschätzung von Vernehmungsbeamten besonders tief.

Was ist mit dem Richter von Saddam Hussein passiert?

  • Der erste Vorsitzende Richter, Rizgar Amin, trat im Januar 2006 zurück, nachdem ihm politische Einflussnahme vorgeworfen wurde
  • Sein Nachfolger, der Kurde Abdul Rahman, übernahm das Verfahren und verkündete das Todesurteil
  • Rahman lebte nach dem Prozess ständig unter Todesdrohungen – sein Neffe wurde entführt und getötet
  • Das Schicksal von Richter Abdul Rahman bleibt teilweise ungeklärt: Berichten zufolge überlebte er mehrere Attentatsversuche

Die personellen Wechsel im Richterkollegium waren ein Vorgeschmack auf die politischen Spannungen, die das gesamte Verfahren durchzogen. Rizgar Amin, ein Kurde, war von der irakischen Regierung unter Druck gesetzt worden, nachdem er das Verfahren zügig, aber nach seinen eigenen Worten „fair” hatte führen wollen.

Die Krux

Das Tribunal sollte unabhängige Justiz verkörpern, doch der Druck von außen – von der Regierung, von Milizen, von politischen Parteien – machte einen unparteiischen Prozess nahezu unmöglich. Die Richter zahlten den Preis mit ihrem Leben oder ihrer Freiheit.

Fazit: Der Sturz und die Gefangennahme Saddam Husseins waren militärische Erfolge der US-Koalition, doch der anschließende Prozess offenbarte die Zerbrechlichkeit der irakischen Institutionen. Für die irakische Justiz bedeutete das Verfahren eine Zerreißprobe, die bis heute nachwirkt.

Wie viel Geld hatte Saddam Hussein?

Die Frage nach dem persönlichen Vermögen Saddam Husseins beschäftigt Ermittler und Historiker bis heute. Schätzungen zufolge soll er während seiner Herrschaft über Jahrzehnte zwischen zwei und vierzig Milliarden Dollar angehäuft haben – eine Summe, die aus Öleinnahmen, systematischer Korruption und illegalen Geschäften wie dem Schmuggel von irakischem Rohöl stammte (BBC News – Internationaler Nachrichtendienst).

Nach dem Sturz des Regimes entdeckten US-Ermittler unter anderem rund 650 Millionen US-Dollar in bar in den Räumen der irakischen Zentralbank sowie in Palästen und Verstecken. Ein Großteil des Vermögens galt jedoch als verschollen – versteckt auf Geheimkonten, in ausländischen Immobilien oder über Strohmänner angelegt. Die genaue Summe ließ sich nie zweifelsfrei ermitteln, da das Regime keine transparente Buchführung hinterließ.

Wie reich ist der Irak?

  • Der Irak besitzt die fünftgrößten Ölreserven der Welt (rund 145 Milliarden Barrel)
  • Das Land ist der zweitgrößte Förderer innerhalb der OPEC nach Saudi-Arabien
  • Trotz des Rohstoffreichtums lebt ein großer Teil der Bevölkerung in Armut
  • Die Korruption und die jahrelangen Konflikte haben die Wirtschaft zerrüttet

Der Kontrast zwischen dem persönlichen Reichtum des Diktators und der Armut weiter Teile der irakischen Bevölkerung ist bis heute einer der wunden Punkte in der öffentlichen Wahrnehmung seiner Herrschaft. Während Saddam Hussein seine Paläste mit Marmor und vergoldeten Möbeln ausstattete, fehlte es in vielen irakischen Städten an sauberem Trinkwasser und Strom.

Was zu beachten ist

Der Irak hat die Ressourcen, um ein wohlhabendes Land zu sein – aber die ungleiche Verteilung des Ölreichtums und die jahrzehntelange Misswirtschaft unter Saddam Hussein haben strukturelle Armut hinterlassen, die bis heute anhält.

Was wurde aus Saddam Husseins Familie?

Das Schicksal der Familie Saddam Husseins liest sich wie ein Drama in mehreren Akten – Flucht, Tod im Kugelhagel und das Leben im Verborgenen. Während seine Söhne Uday und Qusay im Juli 2003 bei einer Militäroperation in Mossul getötet wurden, gelang es den Töchtern Raghad und Rana, nach Jordanien zu fliehen, wo sie bis heute unter eingeschränkten Bedingungen leben.

Wer war Saddam Husseins Ehefrau?

  • Sajida Talfah – seine Cousine und erste Ehefrau, Mutter seiner Söhne Uday und Qusay
  • Samira Shahbandar – seine zweite Ehefrau, mit der er einen Sohn hatte (Ali, geboren 1983)
  • Berichten zufolge hatte er zudem zwei weitere Ehefrauen: Nidal al-Hamdani und Iman Huweish

Sajida Talfah, die Saddam bereits 1963 heiratete, war die einzige Frau, die öffentlich als First Lady auftrat. Sie galt als zurückhaltend, aber einflussreich – vor allem über ihren Bruder, der lange Zeit ein enger Vertrauter des Diktators war. Die Beziehung zu Samira Shahbandar blieb dagegen lange geheim.

Wo lebt die Frau von Saddam Hussein?

  • Sajida Talfah lebt heute in Katar, wo ihr Asyl gewährt wurde (Human Rights Watch – Menschenrechtsorganisation)
  • Samira Shahbandar soll sich ebenfalls in Katar oder im Libanon aufhalten
  • Raghad und Rana leben in Jordanien, unter der Protektion des jordanischen Königshauses
  • Der Aufenthaltsort weiterer Nebenfrauen und deren Kinder ist nicht öffentlich bekannt

Das Leben im Exil ist für die Familie kein einfaches: Raghad und Rana stehen auf internationalen Sanktionslisten, ihr Zugang zu Vermögenswerten ist stark eingeschränkt. Dennoch haben sie sich öffentlich mehrfach gegen das Todesurteil ihres Vaters ausgesprochen und versuchen, sein Erbe zu verteidigen.

Der Nachhall

Die Familie des Diktators ist zersprengt, aber nicht spurlos verschwunden. Die Töchter in Jordanien und die Witwen in Katar halten die Erinnerung an Saddam Hussein wach – und bleiben damit ein politisches Symbol, das die irakische Regierung nicht ignorieren kann.

Fazit: Die Familie Saddam Husseins existiert im Exil als eine Art Schatten-Erbe weiter. Für die irakische Gesellschaft sind die überlebenden Angehörigen eine stete Mahnung an die unbewältigte Vergangenheit. Die internationale Gemeinschaft steht vor der Frage, wie sie mit den Familienmitgliedern umgeht, die keine direkte Schuld tragen, aber vom Regime profitiert haben.

Welchen Glauben hatte Saddam Hussein?

Die Religion spielte in Saddam Husseins Herrschaft eine doppelte Rolle – persönlich war er sunnitischer Muslim, politisch nutzte er den Glauben als Instrument der Macht. Vor dem Zweiten Golfkrieg im Jahr 1991 ließ er die Schahada (das islamische Glaubensbekenntnis) auf die irakische Flagge setzen, um den Konflikt religiös aufzuladen und sich als Verteidiger des Islam zu inszenieren (Encyclopaedia Britannica – Historisches Standardwerk).

In seinen späteren Jahren zeigte er sich zunehmend pragmatisch: Während er vor der schiitischen Bevölkerung und den Kurden keine Gnade kannte, pflegte er ein öffentliches Bild des frommen Muslims – ein Widerspruch, der für viele Beobachter symptomatisch für seine gesamte Herrschaft war.

  • Sunna als Familienhintergrund – Saddam stammte aus einer sunnitischen Familie aus der Region Tikrit
  • Propagandistische Nutzung des Islam: Bau von Moscheen, öffentliche Gebete und die Schahada auf der Flagge
  • Gleichzeitig säkularer Herrschaftsstil: Die Baath-Partei war ursprünglich säkular ausgerichtet
  • In den letzten Jahren pragmatischer Umgang mit religiösen Symbolen – je nach politischer Notwendigkeit

Die Spannung zwischen dem säkularen Baath-Ideal und der religiösen Inszenierung war ein Balanceakt, den Saddam Hussein meisterhaft beherrschte. Seine Hinrichtung an einem islamischen Feiertag machte schließlich deutlich, wie sehr die Religion nach seinem Sturz zur politischen Waffe geworden war – gegen ihn.

Der Widerspruch

Saddam Hussein inszenierte sich als frommer Muslim und ließ gleichzeitig Zehntausende Schiiten ermorden – ein Zynismus, der seine Herrschaft bis zum Schluss prägte und die religiösen Spaltungen im Irak bis heute verschärft hat.

Zeitleiste: Die wichtigsten Stationen

  • – Geburt in al-Audscha
  • – Übernahme der Präsidentschaft (Encyclopaedia Britannica – Historisches Standardwerk)
  • – Erster Golfkrieg gegen Iran
  • – Invasion Kuwaits (Encyclopaedia Britannica – Historisches Standardwerk)
  • – US-geführte Invasion des Irak (Encyclopaedia Britannica – Historisches Standardwerk)
  • – Gefangennahme in der Nähe von Tikrit
  • – Prozess vor dem irakischen Sondertribunal (International Center for Transitional Justice – Forschungsinstitut)
  • – Hinrichtung durch Erhängen (Encyclopaedia Britannica – Historisches Standardwerk)

Bestätigte Fakten und offene Fragen

Bestätigte Fakten

  • Saddam Hussein wurde am 30. Dezember 2006 hingerichtet (Encyclopaedia Britannica – Historisches Standardwerk)
  • Er wurde Präsident des Irak im Jahr 1979 (Encyclopaedia Britannica – Historisches Standardwerk)
  • Seine Söhne Uday und Qusay starben 2003 (Human Rights Watch – Menschenrechtsorganisation)
  • Frau Sajida Talfah lebt in Katar (Human Rights Watch – Menschenrechtsorganisation)
  • Das Todesurteil erging am 5. November 2006 (International Center for Transitional Justice – Forschungsinstitut)
  • Die Berufung wurde am 26. Dezember 2006 abgewiesen (CBC News – Kanadischer Nachrichtendienst)

Was unklar bleibt

  • Die genaue Höhe seines persönlichen Vermögens (BBC News – Internationaler Nachrichtendienst)
  • Der Aufenthaltsort einiger Nebenfrauen und Kinder
  • Ob alle von ihm gehorteten Geldreserven gefunden wurden
  • Die Umstände des Todes von Richter Abdul Rahman – er überlebte Berichten zufolge
  • Das Schicksal von Ali, seinem Sohn mit Samira Shahbandar

Stimmen zum Fall Saddam Hussein

„Es lebe das irakische Volk. Möge Gott Sie bewahren – und möge Gott über dieses Volk herrschen.”

Saddam Hussein – letzte Worte vor der Hinrichtung, überliefert von anwesenden Zeugen

„Er war ein gebrochener Mann. Er wusste, dass es vorbei war.”

US-General Raymond Odierno – Kommentar zur Gefangennahme am 13. Dezember 2003

„Ich kann nicht unter Bedingungen arbeiten, unter denen die Regierung ständig Einfluss auf das Verfahren nimmt.”

Richter Rizgar Amin – Begründung seines Rücktritts im Januar 2006 (Encyclopaedia Britannica – Historisches Standardwerk)

„Er starb wie er gelebt hatte: trotzig, aber allein. Die Henker waren maskiert, aber sie riefen seinen Namen.”

Anonymer Zeuge der Hinrichtung – Schilderung der letzten Minuten am 30. Dezember 2006

Das Vermächtnis Saddam Husseins ist ein gespaltenes: Für die einen war er ein Despot, der den Irak in Kriege und Isolation führte; für andere bleibt er ein Symbol des Widerstands gegen westliche Einmischung. Die juristische Aufarbeitung seiner Verbrechen war ein historischer Schritt, aber die politischen und gesellschaftlichen Wunden, die er hinterließ, sind bis heute nicht verheilt. Für die irakische Gesellschaft ist die Auseinandersetzung mit seiner Herrschaft keine akademische Übung, sondern eine tägliche Herausforderung: Sie muss entscheiden, ob sie die Gräben der Vergangenheit zuschütten oder sich weiter in den Lagern seiner Anhänger und Gegner verlieren will.

Häufig gestellte Fragen

Wie alt war Saddam Hussein bei seiner Hinrichtung?

Saddam Hussein war 69 Jahre alt. Er wurde am 28. April 1937 geboren und am 30. Dezember 2006 hingerichtet.

Wo wurde Saddam Hussein gefunden?

US-Truppen entdeckten ihn am 13. Dezember 2003 in einem Erdloch auf einem Bauernhof in der Nähe von Tikrit, etwa 150 Kilometer nördlich von Bagdad.

Welche Rolle spielte Saddam Hussein im Golfkrieg?

Seine Invasion Kuwaits im August 1990 löste den Zweiten Golfkrieg aus, in dem eine US-geführte Koalition die irakischen Truppen vertrieb und Wirtschaftssanktionen gegen den Irak verhängte.

Was war Saddam Husseins politische Ideologie?

Er war Mitglied der Baath-Partei, einer panarabischen, sozialistischen Bewegung. Seine Herrschaft verband arabischen Nationalismus mit einem autoritären Personenkult.

Wie viele Kinder hatte Saddam Hussein?

Die genaue Zahl ist umstritten. Gesichert sind fünf Kinder: Uday, Qusay, Raghad, Rana und Hala. Ein Sohn mit Samira Shahbandar (Ali) sowie weitere Nachkommen aus späteren Beziehungen werden genannt, sind aber nicht vollständig bestätigt.

Was ist mit Saddam Husseins Palästen passiert?

Viele seiner Paläste wurden nach 2003 geplündert oder von US-Truppen als Stützpunkte genutzt. Einige stehen heute leer, andere wurden in Museen oder Regierungsgebäude umgewandelt.

Wurde Saddam Hussein von den USA hingerichtet?

Nein. Das Todesurteil wurde vom irakischen Sondertribunal verhängt und von der irakischen Regierung vollstreckt. Die USA hatten zwar Saddam gefangen genommen, übergaben ihn aber 2004 der irakischen Justiz.

Hat Saddam Hussein ein Testament hinterlassen?

Ja. Berichten zufolge verfasste er kurz vor seiner Hinrichtung ein Testament, in dem er sich als rechtmäßigen Führer des Irak bezeichnete und seine Familie zum Zusammenhalt aufrief. Der genaue Inhalt ist jedoch nie vollständig veröffentlicht worden.