
Österreich Bundesländer – Vollständige Liste und Übersicht
Österreich gliedert sich in neun eigenständige Bundesländer, die zusammen einen föderalen Staatsverband bilden. Diese Struktur gehört zu den grundlegenden Merkmalen der österreichischen Demokratie und prägt seit Jahrzehnten das politische, wirtschaftliche und kulturelle Leben des Landes. Die Bundesländer unterscheiden sich erheblich in ihrer Fläche, Einwohnerzahl und landschaftlichen Eigenheiten.
Das kleinste Bundesland gemessen an der Fläche ist Wien mit rund 414 Quadratkilometern, zugleich aber das bevölkerungsreichste mit etwa zwei Millionen Einwohnern. Niederösterreich hingegen erstreckt sich über nahezu 19.200 Quadratkilometer und umgibt die Bundeshauptstadt wie ein Ring. Die geringste Bevölkerungszahl weist das Burgenland auf, das nur rund 302.000 Einwohner zählt.
Die Verwaltungsgliederung umfasst neben den neun Bundesländern 94 politische Bezirke, 15 Statutarstädte und insgesamt 2.093 Gemeinden. Diese Einteilung ermöglicht eine dezentrale Organisation, bei der regionale Belange auf Landesebene entschieden werden können.
Wie viele Bundesländer hat Österreich und welche sind das?
Die neun Bundesländer Österreichs lauten in alphabetischer Reihenfolge: Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol, Vorarlberg und Wien. Jedes dieser Länder besitzt eine eigene Landesverwaltung, ein Landesparlament und einen Landeshauptmann als politischen Leiter.
Anzahl der Bundesländer
Größtes Bundesland
Kleinstes Bundesland
Gesamtbevölkerung
- Alle neun Bundesländer verfügen über eigene Parlamente, sogenannte Landtage
- Wien nimmt eine Sonderstellung ein: Es ist gleichzeitig Bundeshauptstadt und eigenständiges Bundesland
- Niederösterreich umschließt Wien vollständig und bildet einen geschlossenen Ring um die Hauptstadt
- Die landschaftliche Vielfalt reicht von den Alpenregionen in Tirol und Salzburg bis zu den Ebenen des Burgenlandes
- Vorarlberg liegt als westlichstes Bundesland direkt an der Grenze zu Deutschland, der Schweiz und Liechtenstein
- Kärnten befindet sich im Süden des Landes und ist bekannt für seine zahlreichen Seen, darunter der Wörthersee
- Die Bevölkerungsdichte variiert stark: Wien weist mit etwa 4.800 Einwohnern pro Quadratkilometer die höchste Dichte auf, während dünn besiedelte Alpenregionen deutlich darunter liegen
| Bundesland | Hauptstadt | Fläche (km²) | Bevölkerung |
|---|---|---|---|
| Burgenland | Eisenstadt | ca. 3.965 | 301.674 |
| Kärnten | Klagenfurt | ca. 9.537 | 569.835 |
| Niederösterreich | St. Pölten | ca. 19.180 | 1.730.094 |
| Oberösterreich | Linz | ca. 11.983 | 1.537.669 |
| Salzburg | Salzburg | ca. 7.155 | 573.748 |
| Steiermark | Graz | ca. 16.400 | 1.272.195 |
| Tirol | Innsbruck | ca. 12.648 | 776.082 |
| Vorarlberg | Bregenz | ca. 2.602 | 409.951 |
| Wien | Wien | ca. 414 | 2.006.134 |
Größe und Bevölkerung der österreichischen Bundesländer
Die Unterschiede in der Fläche zwischen den einzelnen Bundesländern sind beträchtlich. Niederösterreich mit seinen rund 19.180 Quadratkilometern übertrifft das flächenmäßig kleinste Bundesland Wien um mehr als das 46-fache. Zwischen diesen Extremen liegen die anderen sieben Länder mit Flächen zwischen knapp 2.600 und gut 16.400 Quadratkilometern.
Flächenmäßige Rangfolge
Nach der Fläche ergibt sich folgende Reihenfolge: An der Spitze steht Niederösterreich mit etwa 19.180 Quadratkilometern, gefolgt von der Steiermark mit rund 16.400 Quadratkilometern. Tirol nimmt mit etwa 12.648 Quadratkilometern den dritten Platz ein, während Oberösterreich mit etwa 11.983 Quadratkilometern an vierter Stelle liegt. Kärnten mit gut 9.500 Quadratkilometern, Salzburg mit etwa 7.155 Quadratkilometern, Burgenland mit knapp 4.000 Quadratkilometern und Vorarlberg mit rund 2.602 Quadratkilometern komplettieren das Ranking vor Wien als kleinstem Bundesland.
Die Flächenangaben basieren auf verschiedenen Quellen aus den Jahren 2019 bis 2026. Leichte Abweichungen entstehen durch unterschiedliche Erhebungsstände und Rundungen. Die aktuellsten Werte stammen vorwiegend aus dem Jahr 2026.
Bevölkerungsverteilung
Wien als bevölkerungsreichstes Bundesland beherbergt etwa 2,01 Millionen Einwohner und damit knapp 22 Prozent der Gesamtbevölkerung Österreichs. An zweiter Stelle folgt Niederösterreich mit rund 1,73 Millionen Einwohnern, dicht gefolgt von Oberösterreich mit etwa 1,54 Millionen. Die Steiermark liegt mit etwa 1,27 Millionen Einwohnern an vierter Stelle.
Deutlich geringer fällt die Bevölkerungszahl in den kleineren Bundesländern aus. Tirol kommt auf etwa 776.000 Einwohner, Kärnten und Salzburg liegen beide bei knapp 570.000 bis 574.000 Einwohnern. Vorarlberg zählt rund 410.000 Einwohner, und das Burgenland bildet mit etwa 302.000 Einwohnern das Schlusslicht.
Bevölkerungsdichte im Vergleich
Die durchschnittliche Bevölkerungsdichte Österreichs beträgt etwa 110 Einwohner pro Quadratkilometer. Wien weist mit etwa 4.800 Einwohnern pro Quadratkilometer die mit Abstand höchste Dichte auf, was auf den urbanen Charakter als Großstadt zurückzuführen ist. Im Gegensatz dazu liegen die dünn besiedelten Alpenregionen häufig weit unter dem Landesdurchschnitt.
Für Details zur lokalen Verwaltungsstruktur in einem der Umlandgemeinden bietet der Bericht über Purkersdorf – Lage, Einwohner, Geschichte und Sehenswürdigkeiten einen vertiefenden Einblick in die kommunale Ebene Niederösterreichs.
Hauptstädte und Details zu jedem Bundesland
Jedes Bundesland verfügt über eine festgelegte Landeshauptstadt, die gleichzeitig Verwaltungszentrum und politisches Herz des jeweiligen Landes ist. Diese Städte unterscheiden sich erheblich in ihrer Größe und wirtschaftlichen Bedeutung.
Die Landeshauptstädte im Überblick
Die größte unter den Landeshauptstädten ist Graz mit etwa 302.660 Einwohnern, das damit zugleich die zweitgrößte Stadt Österreichs ist. Linz als Hauptstadt von Oberösterreich zählt rund 212.000 Einwohner, Salzburg kommt auf etwa 157.400. Innsbruck in Tirol hat rund 132.000 Einwohner, während Klagenfurt in Kärnten etwa 105.000 Einwohner aufweist.
Auf der kleineren Seite liegen Eisenstadt als Hauptstadt des Burgenlandes mit etwa 16.400 Einwohnern und Bregenz in Vorarlberg mit rund 29.600 Einwohnern. St. Pölten als Hauptstadt von Niederösterreich kommt auf etwa 58.800 Einwohner. Wien nimmt eine Sonderstellung ein: Als Bundeshauptstadt fungiert es gleichzeitig als Landeshauptstadt seines eigenen Bundeslandes.
Geografische Besonderheiten
Jedes Bundesland zeichnet sich durch einzigartige Landschaftsmerkmale aus. Das Burgenland gilt als östlichstes Bundesland und ist bekannt für den Neusiedlersee sowie seine Weinbaugebiete. Kärnten liegt im Süden und beeindruckt mit seiner Seenlandschaft, zu der neben dem Wörthersee zahlreiche weitere Gewässer gehören.
Die Steiermark trägt aufgrund ihres hohen Waldanteils den Beinamen „Grüne Mark” und beherbergt mit dem Dachstein ein markantes Hochgebirge. Der Fluss Mur durchquert das Land in nord-südlicher Richtung. Salzburg und Tirol dominieren die Alpenlandschaft und sind zugleich wichtige Tourismusdestinationen. Vorarlberg liegt als westlichstes Bundesland direkt am Bodensee und am Rhein als natürlicher Grenze zu den Nachbarländern.
Niederösterreich erstreckt sich rund um Wien und umschließt die Bundeshauptstadt vollständig. Die Wachau-Region entlang der Donau ist bekannt für ihre Weinberge und wurde zum UNESCO-Welterbe erklärt. Oberösterreich verbindet alpine Landschaften mit Industriegebieten und weist mit dem Attersee einen der größten Seen des Landes auf.
Wien als kulturelles Zentrum beherbergt zahlreiche historische Bauwerke wie den Stephansdom und Schloss Schönbrunn, die beide zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Österreichs zählen. Für Shopping-Empfehlungen in der Bundeshauptstadt bietet der Guide zur Mariahilfer Straße – Geschäfte Anfahrt Parken Tipps praktische Informationen.
Politische Struktur der Bundesländer Österreich
Österreich ist ein Bundesstaat, dessen politisches System auf der Ebene der Bundesländer durch eigene Verfassungen, Landtage und Landesregierungen strukturiert ist. Der Landeshauptmann oder die Landeshauptfrau fungiert als höchster Repräsentant des jeweiligen Landes und leitet die Landesregierung.
Landtage und Mitwirkungsrechte
Die neun Landtage sind die Parlamente der Bundesländer und werden alle fünf Jahre durch direkte Wahlen gewählt. Zu ihren Aufgaben gehören die Landesgesetzgebung, die Kontrolle der Landesregierung und die Mitwirkung an der Bundesgesetzgebung durch die Entsendung von Abgeordneten in den Nationalrat.
Die Bundesverfassung räumt den Landeshauptleuten eine besondere Stellung ein. Sie nehmen nicht nur landespolitische Aufgaben wahr, sondern fungieren auch als Organe des Bundes bei der Ausführung von Bundesgesetzen. Diese Doppelfunktion ist ein charakteristisches Merkmal des österreichischen Föderalismus.
Die Verwaltungsgliederung umfasst 94 politische Bezirke, 15 Statutarstädte mit eigenem Statut sowie 2.093 Gemeinden. Die Statutarstädte verfügen über eine von der Bezirksverwaltung unabhängige kommunale Selbstverwaltung.
Historische Entwicklung
Die föderale Struktur Österreichs wurde mit der Bundesverfassung von 1920 festgelegt. Seitdem sind die neun Bundesländer in ihrer heutigen Form bestehen geblieben. Einzige nennenswerte Änderung war das Vorarlberg-Referendum von 1921, bei dem die Bevölkerung über die künftige Zugehörigkeit abstimmte, das jedoch den Verbleib im österreichischen Staatsverband bestätigte.
Meilensteine der österreichischen Bundesländer
Die Entwicklung der österreichischen Bundesländer lässt sich anhand mehrerer historischer Schlüsselereignisse nachvollziehen. Diese Meilensteine markieren wichtige Punkte in der Entstehung und Festigung des föderalen Systems.
- 1920: Inkrafttreten der Bundesverfassung, die Österreich als Bundesstaat mit neun eigenständigen Ländern begründet
- 1921: Vorarlberg-Referendum, bei dem sich eine Mehrheit für den Verbleib bei Österreich ausspricht
- 1925: Errichtung der Bundesämter für Statistik, die fortan die demografische Erfassung koordinieren
- 1945: Wiederherstellung der demokratischen Strukturen nach dem Zweiten Weltkrieg
- 1955: Staatsvertrag und Wiedererlangung der vollen Souveränität, wobei die bestehende Bundesländerstruktur bestätigt wird
- 1972: Einführung des probeweisen Familienlastenausgleichs als Beispiel für länderübergreifende Koordination
- 1988: Gründung von Statistik Austria als zentrale Erhebungsstelle für Bevölkerungsdaten
Seit 1955 hat sich an der Anzahl und den Grenzen der Bundesländer nichts Wesentliches mehr geändert. Die administrative Struktur ist über die Jahrzehnte stabil geblieben.
Gesicherte Erkenntnisse und verbleibende Fragen
Zur Struktur der österreichischen Bundesländer liegen gesicherte Informationen vor, die auf offiziellen Daten basieren. Zugleich existieren einige Bereiche, in denen Unsicherheiten oder Grenzen der Genauigkeit bestehen.
Feste Fakten
- Die Anzahl von neun Bundesländern ist seit 1920 unverändert und durch die Bundesverfassung festgelegt
- Die Landeshauptstädte sind verfassungsmäßig fixiert und ändern sich nicht
- Die Grenzverläufe der Bundesländer sind seit Jahrzehnten stabil
- Die politische Struktur mit Landtagen und Landeshauptleuten ist verfassungsrechtlich verankert
- Wien ist gleichzeitig Bundeshauptstadt und eigenständiges Bundesland
Verbleibende Unsicherheiten
- Bevölkerungszahlen werden jährlich aktualisiert und unterliegen Schwankungen durch Wanderungsbewegungen und Geburtenraten
- Exakte Flächenangaben variieren geringfügig je nach Messmethode und verwendetem Kartenmaterial
- Die genauen Zuständigkeitsbereiche zwischen Bund und Ländern werden gelegentlich durch Reformen angepasst
- Aktuelle Wirtschafts- und Tourismusdaten für einzelne Bundesländer erfordern regelmäßige Aktualisierung
Die Rolle der Bundesländer im österreichischen System
Das föderale System Österreichs ermöglicht eine Balance zwischen nationaler Einheit und regionaler Eigenständigkeit. Die Bundesländer tragen wesentlich zur kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Vielfalt des Landes bei.
In wirtschaftlicher Hinsicht unterscheiden sich die Bundesländer erheblich. Während Wien als Dienstleistungszentrum fungiert, dominieren in Oberösterreich Industrie und Technologie. Der Tourismus spielt insbesondere in Salzburg, Tirol und Vorarlberg eine zentrale Rolle. Die Steiermark zeichnet sich durch eine Mischung aus Landwirtschaft, Industrie und Forschung aus, etwa am Campus der Technischen Universität Graz.
Der föderale Aufbau ermöglicht es den Ländern, auf regionale Bedürfnisse einzugehen und spezifische Schwerpunkte zu setzen. Gleichzeitig sorgt die Bundesverfassung für einheitliche Grundstandards in Bereichen wie Bildung, Soziales und Justiz.
Quellen und weiterführende Informationen
Die in diesem Artikel verwendeten Daten stammen überwiegend aus amtlichen Quellen. Statistik Austria liefert regelmäßig aktualisierte Bevölkerungsdaten und Flächenangaben, die eine zuverlässige Grundlage für Vergleiche bieten.
„Österreich umfasst neun Bundesländer mit einer Gesamtfläche von 83.878 bis 83.884 Quadratkilometern.”
— Statistik Austria, Datenreport 2023/2024
Das Bundeskanzleramt veröffentlicht aktuelle Informationen zur politischen Struktur und den Zuständigkeiten der Landeshauptleute. Für Verfassungsfragen stellt das Rechtsinformationssystem des Bundes wichtige Dokumente bereit.
- Bevölkerungsdaten und Flächenangaben von Statistik Austria
- Allgemeine Informationen zu Österreich auf oesterreich.gv.at
- Offizielle Regierungsinformationen beim Bundeskanzleramt
- Demografische Entwicklungen nach Bundesländern auf Wikipedia
- Detaillierte Übersicht zur Verwaltungsstruktur auf migration.gv.at
Zusammenfassung
Österreich gliedert sich in neun Bundesländer mit sehr unterschiedlichen Profilen. Von Wien als kleinstem aber bevölkerungsreichstem Land bis zu Niederösterreich als größtem Flächenland reicht die Spannbreite. Die föderale Struktur ermöglicht regionale Eigenständigkeit bei gleichzeitiger nationaler Kohäsion. Mit 94 Bezirken, 15 Statutarstädten und über 2.000 Gemeinden verfügt Österreich über eine differenzierte Verwaltungsarchitektur, die seit Jahrzehnten stabil geblieben ist.
Die Landeshauptstädte von Eisenstadt bis Wien bilden jeweils administrative und kulturelle Zentren ihrer Bundesländer. Die Vielfalt der Landschaften, von den Alpen bis zu den Ebenen des Burgenlandes, spiegelt sich in den wirtschaftlichen und kulturellen Schwerpunkten der einzelnen Länder wider.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Bundesländer hat Österreich?
Österreich hat genau neun Bundesländer: Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol, Vorarlberg und Wien.
Welches ist das größte Bundesland Österreichs?
Niederösterreich ist mit einer Fläche von etwa 19.180 Quadratkilometern das größte Bundesland Österreichs.
Welches ist das kleinste Bundesland Österreichs?
Wien ist mit rund 414 Quadratkilometern das flächenmäßig kleinste Bundesland, zugleich aber das bevölkerungsreichste.
Was ist die Hauptstadt von Österreich?
Die Hauptstadt von Österreich ist Wien. Wien ist zugleich ein eigenständiges Bundesland.
Wie viele Einwohner hat das Burgenland?
Das Burgenland hat rund 302.000 Einwohner und ist damit das bevölkerungsmäßig kleinste Bundesland Österreichs.
Welches Bundesland hat die meisten Einwohner?
Wien hat mit etwa zwei Millionen Einwohnern die höchste Bevölkerungszahl und macht rund 22 Prozent der Gesamtbevölkerung Österreichs aus.
Wie viele politische Bezirke gibt es in Österreich?
Österreich gliedert sich in 94 politische Bezirke, 15 Statutarstädte und 2.093 Gemeinden.