Wer eine Photovoltaikanlage in Österreich betreibt, kennt die eine Frage: Was bekomme ich für meinen eingespeisten Strom? Seit 2024 richtet sich die Antwort nach dem OeMAG-Marktpreis – einem monatlichen Wert, der für viele Anlagenbetreiber zur neuen Messlatte geworden ist. Für April 2026 liegt der Auszahlungswert bei 6,772 ct/kWh, wie die Abrechnungsdaten der OeMAG zeigen. Der folgende Artikel erklärt, wie dieser Preis zustande kommt, was er für Ihre Einspeisevergütung bedeutet und wie Sie zur OeMAG wechseln können.

Aktueller OeMAG-Marktpreis (April 2026): 6,772 ct/kWh ·
Ermittlungszeitraum: monatlich, nachträglich ·
Berechnungsbasis: 60 % des Quartalsmarktpreises (Untergrenze) ·
Maximale Vergütung (2026): orientiert am Quartalsmarktpreis (z. B. Q2 2026: 11,967 ct/kWh)

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Die genauen Werte für Mai und Juni 2026 sind noch nicht veröffentlicht
  • Ob die Deckelung von 10 ct/kWh 2026 angehoben wird, ist offen
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht
  • Mai–Juni 2026: Werte werden im Juni/Juli erwartet
  • Mögliche Anpassung der Deckelung im Herbst 2026

Die Tabelle fasst die wichtigsten Kennzahlen auf einen Blick zusammen.

Merkmal Wert Quelle
Aktueller Preis (April 2026) 6,772 ct/kWh Solarenergie.at
Berechnungsbasis 60 % des Quartalsmarktpreises der E-Control Smart Meter Portal
Veröffentlichung monatlich auf oem-ag.at OeMAG
Gültig für alle EEG-Anlagen in Österreich Stromliste (Branchenvergleich)
Quartalsmarktpreis Q2 2026 11,967 ct/kWh Photovoltaik-Service (Fachportal)
OeMAG-Zahlung Jänner 2026 8,842 ct/kWh Solarenergie.at
OeMAG-Zahlung Februar 2026 8,457 ct/kWh Solarenergie.at
OeMAG-Zahlung März 2026 5,720 ct/kWh Solarenergie.at

Wie hoch ist der OeMAG-Marktpreis im April 2026?

Aktueller Marktpreis und Berechnungsmethode

  • Der OeMAG-Marktpreis wird monatlich im Nachhinein ermittelt (Smart Meter Portal).
  • Er beträgt mindestens 60 % des von der E-Control veröffentlichten durchschnittlichen Quartalsmarktpreises (Smart Meter Portal).
  • Für April 2026 liegt der tatsächliche Auszahlungswert bei 6,772 ct/kWh (Solarenergie.at).

Die E-Control veröffentlicht den Quartalsmarktpreis – für Q2 2026 sind das 11,967 ct/kWh (Photovoltaik-Service). Die OeMAG-Zahlung liegt also unterhalb der 60 %-Schwelle, was zeigt, dass der tatsächliche monatliche Marktpreis (Day-Ahead) niedriger ausfällt als die quartalsweise Referenz.

Die Krux

Der OeMAG-Marktpreis schwankt von Monat zu Monat spürbar – von 8,8 ct/kWh im Jänner bis 5,7 ct/kWh im März 2026. Für Anlagenbetreiber bedeutet das: Die Vergütung ist nicht planbar, sondern folgt den Börsenstrompreisen.

Das Muster: Die monatliche Schwankung von bis zu 3,1 ct/kWh innerhalb eines Quartals zeigt, wie stark kurzfristige Marktbewegungen die Einspeisevergütung beeinflussen.

Prognose für die nächsten Monate

  • Für Mai und Juni 2026 liegen noch keine veröffentlichten Werte vor – die OeMAG gibt sie jeweils nach Monatsende bekannt.
  • Eine Quelle schätzt die Spanne für 2026 grob zwischen 5 und 10 ct/kWh (Smart Meter Portal).

Die bisherigen Werte (Jänner bis April) liegen zwischen 5,7 und 8,8 ct/kWh – eine Fortsetzung in dieser Bandbreite ist wahrscheinlich, solange die Börsenstrompreise nicht drastisch steigen oder fallen.

Der Ausblick: Für Anlagenbetreiber, die auf konstante Einnahmen angewiesen sind, bleibt die OeMAG-Vergütung ein Risikofaktor – anders als die früheren garantierten Tarife.

Wie hoch sind die Einspeisetarife für Photovoltaik in Österreich?

Übersicht aktueller Einspeisetarife 2026

Die Einspeisetarife in Österreich variieren je nach Anbieter und Anlagengröße. Neben der OeMAG gibt es regionale Abnehmer (Stadtwerke, Energieversorger), die teils höhere oder niedrigere Sätze zahlen. Eine aktuelle Übersicht zeigt die Bandbreite.

Fünf Angebote, ein klares Gefälle:

Anbieter Vergütungsmodell Aktueller Satz (ca.) Quelle
OeMAG Monatlicher Marktpreis (60 %-Untergrenze) 6,8 ct/kWh (April 2026) Solarenergie.at
Stadtwerke (Beispiel Wien Energie) Fester Tarif oder Marktpreis 5–9 ct/kWh Stromliste (Vergleichsportal)
Regionale Netzbetreiber Individuelle Verträge 4–10 ct/kWh Regionalenergie (PDF)

Der Unterschied: Die OeMAG bietet Transparenz und eine gesetzliche Berechnungsgrundlage, während andere Abnehmer oft höhere Sätze für kurze Laufzeiten oder geringere für langfristige Verträge zahlen.

Vergleich: OeMAG vs. andere Abnahmestellen

  • Die OeMAG ist für alle EEG-Anlagen verpflichtend – wer keine Sonderverträge hat, erhält den Marktpreis.
  • Andere Abnehmer können teils mehr zahlen, wenn sie Ökostromzertifikate benötigen oder lokale Überschüsse nutzen.
  • Ein Wechsel zur OeMAG ist jederzeit möglich und kostenlos (OeMAG).

Der Trade-off: Höhere Vergütung bei anderen Anbietern ist oft mit kürzeren Laufzeiten oder Unsicherheiten verbunden – die OeMAG ist der stabile, aber nicht der höchste Weg.

Was zahlt die ÖMAG aktuell?

Letzte veröffentlichte Werte (Februar/März 2026)

  • Februar 2026: 8,457 ct/kWh (Solarenergie.at)
  • März 2026: 5,720 ct/kWh (Solarenergie.at)
  • April 2026: 6,772 ct/kWh (Solarenergie.at)

Die OeMAG veröffentlicht die monatlichen Werte auf ihrer Website (OeMAG). Die Höhe hängt unmittelbar von den Börsenstrompreisen des Vormonats ab – je niedriger der Day-Ahead-Preis, desto niedriger die Vergütung.

Das Muster: Der starke Rückgang von Februar auf März (um 2,7 ct/kWh) zeigt, wie volatil die Einspeisevergütung geworden ist.

Einflussfaktoren auf den Marktpreis

  • Day-Ahead-Strompreise an der EEX (European Energy Exchange)
  • Jahreszeit (höhere Solarproduktion senkt Preise im Frühjahr)
  • Gaspreise und CO₂-Zertifikate als indirekte Treiber

Die E-Control veröffentlicht den Quartalsmarktpreis als Referenz (Stromliste). Für Q1 2026 lag er bei 9,250 ct/kWh (Regionalenergie PDF).

Die Implikation: Anlagenbetreiber müssen sich bewusst sein, dass die Vergütung nicht nur vom Wetter abhängt, sondern von europäischen Energiemärkten.

Wie kann ich auf die OeMAG umsteigen?

Voraussetzungen für den Wechsel

  • Sie betreiben eine PV-Anlage in Österreich mit EEG-Anmeldung.
  • Ihr Netzbetreiber muss der Umstellung zustimmen.
  • Die OeMAG-Abnahme ist für Neuanlagen ab 2024 der Standard – für Bestandsanlagen mit älteren Verträgen ist ein Wechsel jederzeit möglich.

Der Wechsel ist kostenlos und kann online beantragt werden (OeMAG).

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Umstellung

  1. Zählerstand dokumentieren – notieren Sie den aktuellen Zählerstand Ihrer PV-Anlage.
  2. Antrag ausfüllen – auf der OeMAG-Website das Formular „Wechsel zur OeMAG“ herunterladen und ausfüllen (OeMAG).
  3. Netzbetreiber informieren – reichen Sie den Antrag bei Ihrem Netzbetreiber ein; dieser muss die Umstellung bestätigen.
  4. Bestätigung abwarten – nach Zustimmung erhalten Sie eine Bestätigung von OeMAG und Netzbetreiber.
  5. Erste Abrechnung – die Vergütung erfolgt ab dem Folgemonat nach dem Wechsel.

Der gesamte Vorgang dauert in der Regel 2–4 Wochen.

Was das bedeutet: Der Wechsel ist unkompliziert, aber er erfordert eine aktive Handlung – viele Bestandsanlagen laufen noch unter alten Verträgen, die oft höhere garantierte Tarife bieten.

Was zu beachten

Wer von einem garantierten Einspeisetarif (z. B. 12 ct/kWh) zur OeMAG wechselt, riskiert niedrigere Einnahmen. Prüfen Sie vor dem Wechsel, ob Ihr aktueller Vertrag noch läuft und wie hoch die garantierte Vergütung ist.

Wie hoch ist die Einspeisevergütung ab Januar 2026?

Änderungen ab 2026: Tarife und Fristen

  • Ab Jänner 2026 gelten angepasste Vergütungssätze gemäß Ökostromgesetz (Photovoltaik-Service).
  • Neuanlagen erhalten den monatlichen Marktpreis (OeMAG-System).
  • Bestandsanlagen mit älteren Verträgen genießen oft höhere garantierte Tarife bis zum Vertragsende.

Für Jänner 2026 lag der OeMAG-Marktpreis bei 8,842 ct/kWh (Solarenergie.at).

Vergütung für Neuanlagen vs. Bestandsanlagen

  • Neuanlagen (ab 2024): OeMAG-Marktpreis, monatlich schwankend.
  • Bestandsanlagen (vor 2024): Häufig feste Tarife zwischen 10 und 15 ct/kWh, je nach Vertrag.
  • Die OeMAG-Deckelung von 10 ct/kWh gilt für alle (Smart Meter Portal).

Der Unterschied: Bestandsanlagen haben eine Planungssicherheit, die Neuanlagen fehlt – allerdings sinken die Modulpreise, sodass die Gesamtkosten oft niedriger sind.

Warum das wichtig ist: Für Anlagenbetreiber, die nach 2024 investiert haben, ist die OeMAG-Vergütung der einzige Weg – und die aktuellen Werte liegen deutlich unter den früheren Garantien.

Vorteile

  • Transparente, gesetzlich geregelte Berechnung
  • Kostenloser Wechsel jederzeit möglich
  • Keine Mindestanlagengröße

Nachteile

  • Monatlich schwankende Vergütung
  • Oft niedriger als frühere garantierte Tarife
  • Keine Planungssicherheit für Einnahmen

Zeitleiste: Entwicklung des OeMAG-Marktpreises

  • Jänner 2024: Einführung der monatlichen, nachträglichen Marktpreisermittlung (Smart Meter Portal)
  • Jänner 2026: Angepasste Vergütungssätze für Neuanlagen in Kraft
  • Februar 2026: OeMAG-Marktpreis: 8,457 ct/kWh (Solarenergie.at)
  • März 2026: OeMAG-Marktpreis: 5,720 ct/kWh (Solarenergie.at)
  • April 2026: OeMAG-Marktpreis: 6,772 ct/kWh (Solarenergie.at)

Das Signal: Die Preise sind innerhalb von drei Monaten um 37 % gefallen – ein deutliches Zeichen für die Volatilität des Marktpreissystems.

Bestätigte Fakten und was unklar bleibt

Bestätigte Fakten

  • OeMAG ermittelt den Marktpreis monatlich nachträglich.
  • Der Preis beträgt mindestens 60 % des Quartalsmarktpreises der E-Control.
  • Die OeMAG-Website veröffentlicht die aktuellen Werte (OeMAG).
  • Die konkreten Monatswerte für 2026 sind dokumentiert (Solarenergie.at).

Was unklar ist

  • Die genauen Werte für Mai und Juni 2026 sind noch nicht bekannt.
  • Ob die Deckelung von 10 ct/kWh 2026 angehoben wird, ist offen.
  • Eine mögliche Änderung der Berechnungsformel durch das Ökostromgesetz 2027 ist noch nicht absehbar.

Stimmen aus der Branche

„Der zu vergütende Marktpreis wird seit 2024 monatlich und im Nachhinein ermittelt.“

– OeMAG (offizielle Website)

„Die E-Control veröffentlicht den durchschnittlichen Marktpreis, der als Basis für die Vergütung dient.“

– E-Control (österreichische Regulierungsbehörde)

Beide Zitate unterstreichen das Prinzip der Transparenz – die OeMAG selbst betont, dass der Marktpreis aus den tatsächlichen Börsenwerten abgeleitet wird.

Für Anlagenbetreiber in Österreich ist der OeMAG-Marktpreis 2026 eine neue Realität: Die monatliche Vergütung schwankt zwischen 5,7 und 8,8 ct/kWh, bleibt damit unter den früheren Garantien, aber bietet eine transparente, marktbasierte Alternative. Wer auf konstante Einnahmen angewiesen ist, sollte die monatlichen Werte im Auge behalten und gegebenenfalls alternative Abnahmeverträge prüfen. Die Konsequenz: Für Neuanlagenbetreiber, die nach 2024 investieren, ist die Entscheidung klar – die OeMAG ist der Standard und die aktuelle Vergütung von rund 6,8 ct/kWh bedeutet, dass die Wirtschaftlichkeit der Anlage genau kalkuliert werden muss.

Häufig gestellte Fragen

Wie wird der OeMAG-Marktpreis berechnet?

Der OeMAG-Marktpreis wird monatlich nachträglich ermittelt. Er entspricht 60 % des von der E-Control veröffentlichten durchschnittlichen Quartalsmarktpreises, kann aber je nach Day-Ahead-Preisen abweichen. Die tatsächliche Auszahlung liegt zwischen 60 % und 100 % des Quartalsmarktpreises.

Kann ich meine bestehende PV-Anlage zur OeMAG wechseln?

Ja, der Wechsel ist jederzeit kostenlos möglich. Sie müssen einen Antrag auf der OeMAG-Website ausfüllen und Ihren Netzbetreiber informieren. Die Umstellung dauert in der Regel 2–4 Wochen.

Welche Unterlagen brauche ich für die Umstellung auf die OeMAG?

Sie benötigen Ihre Anlagendaten (Zählernummer, Anlagengröße), den aktuellen Zählerstand sowie die Zustimmung Ihres Netzbetreibers. Das Antragsformular finden Sie auf oem-ag.at.

Ist der OeMAG-Marktpreis steuerpflichtig?

Ja, die Einspeisevergütung unterliegt der Einkommensteuer. Bei Privatanlagen mit geringen Einnahmen kann die Steuerpflicht jedoch entfallen – lassen Sie sich von einem Steuerberater beraten.

Wie oft ändert sich der Einspeisetarif der OeMAG?

Der Tarif ändert sich monatlich. Die OeMAG veröffentlicht jeden Monat den neuen Wert auf ihrer Website.

Gibt es eine Obergrenze für die Vergütung?

Ja, die Vergütung ist auf maximal 10 ct/kWh gedeckelt (lt. aktueller Regelung). Ob diese Deckelung 2026 oder 2027 angehoben wird, ist noch offen.