
Macarons selber machen: Rezept, Tipps & Kosten
Macarons wirken fast zu perfekt, um selbst gebacken zu werden – doch mit der richtigen Technik und Kenntnis der typischen Fehler gelingen sie auch zu Hause. Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie Macarons günstiger und genauso lecker hinbekommen, warum sie teuer sind und worauf es bei der Füllung ankommt.
Durchschnittspreis pro Macaron: 2,50 € bis 4,00 € in deutschen Patisserien ·
Kalorien pro Macaron: 70–100 kcal ·
Haltbarkeit selbstgemachter Macarons: 2–3 Tage im Kühlschrank ·
Häufigste Fehlerquelle: Übermäßiges Unterheben des Teigs ·
Beliebteste Füllung: Ganache aus dunkler Schokolade
Kurzüberblick
- Macaron: Mandelmehl, Baiser-Teig, glatt (Seidenzucker)
- Makrone: Kokos, kompakt, grob (Backen macht glücklich)
- Macaron teurer in der Herstellung (Einfach Backen)
- Professionell: 2,50–4,00 € pro Stück (Seidenzucker)
- Selbst gemacht: 0,50–0,80 € (Einfach Backen)
- Hauptkosten: Mandelmehl, frische Eier (Bäckerei Spiegelhauer)
- Schwierigkeit: mittel bis schwer (Bäckerei Spiegelhauer)
- Erste Erfolge nach 3–4 Versuchen (Backen macht glücklich)
- Wichtig: Luftfeuchtigkeit kontrollieren (Bäckerei Spiegelhauer)
- Beste Füllung: Ganache oder Buttercreme (Seidenzucker)
- Kalorien: 70–100 kcal pro Stück (Einfach Backen)
- Beliebteste Sorten: Vanille, Schokolade, Himbeere (Seidenzucker)
Die Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick.
| Merkmal | Macaron | Makrone |
|---|---|---|
| Hauptzutat | Mandelmehl, Eiweiß, Zucker | Kokosraspeln, Eiweiß, Zucker |
| Oberfläche | glatt, leicht glänzend | grob, goldbraun |
| Textur | luftig, weich, mit Füßchen | kompakt, saftig |
| Ursprung | Frankreich (19. Jahrhundert) | vermutlich Mittelmeerraum |
| Preis (pro Stück) | 2,50–4,00 € | 0,50–1,50 € |
| Schwierigkeitsgrad (selbst backen) | hoch | niedrig |
Der auffälligste Unterschied liegt im Mundgefühl: Das Macaron erfordert Fingerspitzengefühl bei der Zubereitung, während die Makrone auch Anfängern schnell gelingt. Die Preisklasse spiegelt diesen Aufwand direkt wider.
Was ist der Unterschied zwischen Macaron und Makrone?
Zutaten und Herstellung im Vergleich
- Macarons bestehen aus Mandelmehl, Puderzucker und Eiweiß (Seidenzucker).
- Makronen werden dagegen mit Kokosraspeln hergestellt – kein Mandelmehl, keine Farben.
- Die Macaron-Masse wird aufgespritzt und muss vor dem Backen antrocknen; Makronen werden geformt und sofort gebacken.
Das Grundrezept für Macarons verlangt: 100 g Mandelmehl, 100 g Puderzucker, 70 g Eiweiß, 30 g Zucker (Backen macht glücklich – Rezeptportal). Mandelmehl und Puderzucker werden fein gemahlen und gesiebt, um Klümpchen zu vermeiden – ein kritischer Schritt, der in vielen Anleitungen betont wird (Einfach Backen – Deutsches Backportal).
Geschmack und Textur
- Macarons: zart, buttrig-mandelig, mit knackiger Außenhaut und weichem Kern.
- Makronen: süß, kokoslastig, saftiger Biss – eher kompakt als luftig.
Beide heißen ähnlich, doch der Teig ist grundverschieden. Wer ein Macaron erwartet, bekommt bei der Makrone eine völlig andere Textur – und umgekehrt. Der Name allein ist keine Kaufentscheidung.
Die Wahl zwischen Macaron und Makrone hängt vom gewünschten Geschmack und Aufwand ab.
Warum sind Macarons so teuer?
Hochwertige Zutaten und aufwendige Herstellung
Mandelmehl kostet in deutschen Supermärkten zwischen 15 und 25 € pro Kilogramm – eine Charge von 24 Macarons benötigt etwa 100 g, also 1,50–2,50 € allein für das Mandelmehl. Hinzu kommen frische Eier, Aromen und Farben. Der Arbeitsaufwand beträgt mehrere Stunden pro Charge, inklusive Trocknungszeit von 30 bis 60 Minuten (Einfach Backen).
Ein Macaron aus der Patisserie kostet 2,50–4,00 €, selbst gemacht dagegen nur 0,50–0,80 € pro Stück. Wer 24 Stück selber backt, spart rund 50 € gegenüber dem Kauf – vorausgesetzt, der erste Versuch gelingt.
Preiskalkulation für Hobbybäcker
- Mandelmehl: 1,50–2,50 € pro Batch.
- Eiweiß: aus 2–3 Eiern (ca. 0,30 €).
- Puderzucker + Zucker: ca. 0,20 €.
- Füllung (Ganache): ca. 0,50 € pro Batch.
- Gesamtkosten selbstgemacht: etwa 2,50–3,50 € für 24 Stück.
Die Arbeitszeit ist nicht eingerechnet – aber auch kein Geld. Für viele Hobbybäcker lohnt sich der Aufwand, sobald die Technik sitzt.
Vorteile des Selbermachens
- Deutlich günstiger: 0,50–0,80 € pro Stück statt 2,50–4,00 €
- Individuelle Geschmacksrichtungen möglich
- Befriedigendes Erfolgserlebnis
Nachteile des Selbermachens
- Hoher Zeitaufwand: mehrere Stunden pro Charge
- Erfolgsrate gering: 3–4 Versuche für Perfektion
- Empfindlich gegenüber Luftfeuchtigkeit und Ofentemperatur
Sind Macarons schwer zu machen?
Häufige Fehlerquellen
- Luftfeuchtigkeit: Über 60 % Raumfeuchte lässt die Macarons aufplatzen (Bäckerei Spiegelhauer – Fachwissen).
- Makronieren: Das Unterheben des Teigs – zu wenig erzeugt Klümpchen, zu viel macht die Masse flüssig. Die ideale Konsistenz: zähfließend und glänzend (Einfach Backen).
- Temperatur: 150 °C Ober-/Unterhitze sind der Standard, aber viele Öfen benötigen Anpassungen (Seidenzucker).
Eine Videoanleitung auf YouTube zeigt zusätzlich die Trockenmethode bei 100 °C Umluft mit leicht geöffneter Tür (YouTube – Backkanal).
Tipps für Anfänger
- Backpapier oder Silikonmatte verwenden – keine gefetteten Bleche.
- Teig vor dem Spritzen 30–45 Minuten trocknen lassen, bis die Oberfläche nicht mehr klebt (Backen macht glücklich).
- Nach dem Backen die Macarons vollständig abkühlen lassen, bevor sie von der Unterlage gelöst werden.
Ein Anfänger braucht im Schnitt 3–4 Versuche, um perfekte Macarons zu backen – wer die häufigsten Fehler kennt, verkürzt die Lernkurve deutlich. Wer noch mehr Backinspiration sucht, findet in unserem Apple Crumble Rezept eine weitere lohnende Herausforderung.
Wie macht man Macarons zu Hause?
Grundrezept für Macarons
Das Grundrezept benötigt diese Zutaten.
| Zutat | Menge |
|---|---|
| Mandelmehl | 100 g |
| Puderzucker | 100 g |
| Eiweiß (frisch, Zimmertemperatur) | 70 g (ca. 2 große Eier) |
| Zucker | 30 g |
| Lebensmittelfarbe (Pulver oder Gel) | nach Wunsch |
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Mandelmehl und Puderzucker in einer Küchenmaschine fein mahlen und durch ein feines Sieb geben.
- Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen, dabei den Zucker nach und nach einrieseln lassen, bis eine glänzende, feste Meringue entsteht (Einfach Backen).
- Die Trockenmischung in drei Portionen vorsichtig unter die Meringue heben – makronieren – bis die Masse zähfließend vom Spatel läuft.
- Teig in einen Spritzbeutel mit runder Lochtülle füllen und gleichmäßige Kreise (ca. 3 cm Durchmesser) auf Backpapier spritzen (Bäckerei Spiegelhauer).
- Die aufgespritzten Macarons 30–45 Minuten bei Raumtemperatur trocknen lassen – die Oberfläche darf nicht mehr kleben.
- Backen auf der mittleren Schiene: 12–15 Minuten bei 150 °C Ober-/Unterhitze (Seidenzucker).
- Nach dem Backen sofort vom Blech ziehen, auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.
- Zwei gleich große Hälften mit einer Füllung (z. B. Ganache) zusammensetzen und mindestens 24 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.
Mit Übung gelingen die Macarons immer besser – der Schlüssel liegt in der genauen Einhaltung der Schritte. Für eine ähnlich präzise Technik lohnt sich auch ein Blick auf die Unterschiede zwischen Schmand und Crème fraîche.
Was ist die beste Füllung für Macarons?
Klassische Ganache-Füllung
- Ganache aus 100 g dunkler Schokolade und 80 ml Sahne (je nach gewünschter Festigkeit).
- Schokolade hacken, Sahne erhitzen, über die Schokolade gießen, glatt rühren und abkühlen lassen – dann auf die Macaron-Hälften spritzen.
Fruchtige und vegane Alternativen
- Buttercreme: einfacher und süßer, für Anfänger ideal.
- Marmelade oder Fruchtpüree: leichter und weniger süß.
- Für Veganer: Ganache aus Kakaobutter und Sojasahne – ebenfalls cremig und stabil.
Die Wahl der Füllung beeinflusst auch die Haltbarkeit: Ganache-haltige Macarons bleiben 2–3 Tage im Kühlschrank frisch, Buttercreme bis zu 5 Tage.
Wie ungesund ist ein Macaron?
Nährwerte und Kaloriengehalt
- Ein Macaron enthält 70–100 kcal, 5–8 g Zucker und 2–3 g Fett.
- Hauptzutaten sind Zucker und Mandelmehl – wenig Ballaststoffe, kaum Vitamine.
Macarons in einer ausgewogenen Ernährung
Gelegentlicher Genuss ist unbedenklich. Wer regelmäßig isst, sollte auf Füllungen mit weniger Zucker achten – Fruchtpüree statt Ganache senkt den Zuckergehalt um 30–40 %.
Was sind die beliebtesten Macaron-Geschmacksrichtungen?
Klassiker und Trends
- Vanille, Schokolade, Himbeere – die Dauerbrenner in deutschen Patisserien.
- Matcha, Zitrone, Salted Caramel – gefragt bei jungen Kunden.
Gesündere Varianten mit weniger Zucker
- Pistazie oder Mandel mit natürlichen Aromen statt Zuckerglasur.
- Helle Macarons mit weniger Lebensmittelfarbe – weniger Zusatzstoffe.
„Die Konsistenz des Teigs ist das A und O. Wenn die Masse nicht richtig vom Spatel läuft, werden die Macarons nie perfekt.“
Sally McKenney – Gründerin von Sallys Baking Addiction
„Die typische Backzeit von 12–15 Minuten bei 150 °C ist der häufigste Fehler: Die meisten Öfen sind ungenau – ein Ofenthermometer hilft.“
BBC Good Food – Redaktion
„Die ersten Macarons sollen im 19. Jahrhundert in französischen Klöstern entstanden sein, die genaue Herkunft ist aber umstritten.“
Wikipedia – Macaron
Die Geschmacksvielfalt macht Macarons zu einem vielseitigen Genuss für jeden Anlass.
Die Botschaft aus den Expertenstimmen: Präzision und Geduld entscheiden über Erfolg oder Fehlschlag. Wer einmal das richtige Gefühl für die Teigkonsistenz entwickelt hat, wird Macarons immer wieder selbst backen – nicht nur wegen des Geschmacks, sondern auch wegen der Kostenersparnis und der Freude am Können.
Häufig gestellte Fragen
Kann man Macarons einfrieren?
Ja – am besten ungefüllt, in einem luftdichten Behälter, bis zu 3 Monate. Vor dem Servieren auftauen und füllen.
Welches Mandelmehl ist am besten für Macarons?
Sehr fein gemahlenes, helles Mandelmehl ohne Schalenreste. Am besten aus dem Online-Fachhandel – günstiges Mehl aus dem Supermarkt klumpt oft.
Wie bekomme ich die Füßchen an den Macarons?
Die Füßchen entstehen durch die Trocknungszeit: Lassen Sie die aufgespritzten Macarons mindestens 30 Minuten bei Raumtemperatur stehen, bis die Oberfläche nicht mehr klebt. Dann backen – die Feuchtigkeit im Inneren sucht sich einen Weg nach unten und bildet den Rand.
Sind Macarons glutenfrei?
Ja, da sie nur Mandelmehl, Zucker und Eiweiß enthalten – keine Weizenmehle. Allerdings auf Kreuzkontamination achten, wenn Sie im gleichen Ofen glutenhaltige Backwaren zubereiten.
Wie lange muss man Macarons ruhen lassen?
Nach dem Zusammensetzen mit Füllung mindestens 24 Stunden im Kühlschrank – die Feuchtigkeit zieht in die Schalen ein und macht sie weich-zart. Vor dem Servieren 10–15 Minuten bei Raumtemperatur akklimatisieren.
Welche Lebensmittelfarbe eignet sich für Macarons?
Gel- oder Pulverfarben – keine flüssigen Farben, die die Konsistenz des Teigs verändern. Am besten fettlösliche Farbpulver aus der Konditoreibranche.
Ob Sie Macarons selbst backen oder kaufen, hängt von Ihrem Zeitbudget und Ihrer Geduld ab. Für Hobbybäcker in Deutschland ist der Schritt zum Selbermachen nicht nur günstiger, sondern auch die einzig garantiert kleine, individuelle Leckerei. Die Alternative: 2,50 € pro Stück in der Patisserie – oder etwa 0,50 € zu Hause, wenn der dritte Versuch endlich klappt.