
OOONO Co-Driver NO2 Test, Legalität & Preis
Es gibt Produkte, die es kaum in die Öffentlichkeit schaffen – und solche, die in jeder zweiten Autofahrer-Diskussion landen: Der OOONO Co-Driver No2 wird mal als Lebensretter gefeiert, mal als Ordnungswidrigkeit kritisiert. Wir haben Testergebnisse, Preisvergleiche und die rechtliche Einordnung zusammengetragen – und zeigen, wo der Haken liegt.
Echtzeit: Blitzer- und Gefahrenwarnungen Akku: 20–30 Tage Laufzeit (laut Idealo) Abo: Keine monatliche Gebühr Community: Über 8 Millionen Nutzer (laut OOONO)
Funktionsweise
- GPS-basiert, keine Radarwellen – Hersteller OOONO
Rechtliche Lage
- In Deutschland umstritten – CHIP-Testbericht
- Community-Warnung kann als Ordnungswidrigkeit gewertet werden – Netzwelt-Bericht
Preis
- Richtwert 68,99 Euro – IMTEST-Testbericht
- 62,82 bis 91,38 Euro – Idealo-Preisvergleich
Ausstattung
- Kompakte Bauweise mit USB-C – Heise-Test
Die wichtigsten Eckdaten im Überblick:
| Merkmal | OOONO Co-Driver No2 Plus |
|---|---|
| Produkttyp | Radarwarner / Blitzerwarner mit GPS |
| Zielgruppe | Autofahrer, die vor Geschwindigkeitskontrollen gewarnt werden möchten |
| Community-Größe | Über 8 Millionen Nutzer (laut Hersteller OOONO) |
| Länderabdeckung | Europaweit, inklusive Deutschland |
| Preis | Laut Idealo 62,82 bis 91,38 Euro (OOONO Co-Driver No2 Plus) |
| Abonnement | Keine monatliche Gebühr – keine Abo-Pflicht |
| Akku | 20 bis 30 Tage Laufzeit (laut Idealo) |
Die Zahlen klingen verlockend – aber der Teufel steckt im Detail. Während der Hersteller mit „keine Abo-Pflicht” und langer Akkulaufzeit wirbt, sehen Tester und Juristen das Thema deutlich kritischer. Besonders die rechtliche Grauzone in Deutschland sorgt für Verwirrung.
Was ist der OOONO Co-Driver No2 wirklich?
Der OOONO Co-Driver No2 ist ein GPS-basierter Radarwarner, der vor stationären und mobilen Blitzern warnt. Er arbeitet ausschließlich mit GPS-Daten und Community-Meldungen – also ohne Radar- oder Lasertechnik. Das ist der entscheidende Punkt, denn genau dadurch bewegt er sich in einer rechtlichen Grauzone.
Ist OOONO ein Radarwarner?
Nein. Das Gerät sendet keine Signale und misst keine Radarstrahlung. Es arbeitet passiv mit GPS-Daten und Community-Meldungen – genau das unterscheidet es von klassischen Radarwarngeräten.
Erkennt OOONO mobile Blitzer?
Ja, aber nur über die Community. Das Gerät selbst misst keine Radarwellen, sondern empfängt Meldungen anderer Nutzer. Netzwelt ordnet genau diese Funktion in Deutschland als rechtlich heikel ein.
Der OOONO Co-Driver No2 nutzt keine Radarwellen, sondern nur GPS-Daten und Community-Meldungen. Das ist der Grund, warum er in Deutschland nicht automatisch verboten ist – aber auch nicht unumstritten.
Der Hersteller OOONO betont auf seiner eigenen Website, dass das Gerät in Deutschland legal sein soll, solange es nicht zu Verkehrsüberwachungsmaßnahmen genutzt werden soll. Das klingt beruhigend – aber die Realität sieht anders aus.
Netzwelt berichtet, dass eine bestimmte Funktion in Deutschland verboten ist – trotzdem ist das Gerät extrem beliebt. Die Rede ist von der Community-Funktion, bei der Nutzer mobile Blitzer in Echtzeit melden.
Wer den OOONO kaufen möchte, sollte sich also vorher fragen, ob er die Community-Funktion nutzen will – oder ob ihm die festen Blitzerwarnungen reichen.
Preis und Kosten: Was zahlen Sie wirklich?
Der Preis ist einer der größten Verkaufsargumente – aber auch eine der größten Fallen. Denn während der Hersteller mit „keine Abo-Pflicht” wirbt, zeigen Preisvergleiche, dass es durchaus Unterschiede gibt.
Erfordert der OOONO ein Abonnement?
Nein. Das Gerät selbst hat keine Abo-Pflicht. IMTEST weist allerdings darauf hin, dass für die In-App-Navigation nach 365 Tagen 1 Euro pro Monat anfällt – die Warnfunktion bleibt davon unabhängig.
- Idealo: 62,82 bis 91,38 Euro für den OOONO Co-Driver No2 Plus
- IMTEST: 68,99 Euro als Richtwert genannt
- CHIP: empfiehlt, auf Angebote zu achten – Preis-Leistungs-Verhältnis wird gelobt
Die Preisunterschiede von fast 30 Euro sind kein Schnäppchen-Rauschen, sondern Ergebnis unterschiedlicher Händler und Angebotszeitpunkte. Wenn Sie kaufen wollen, lohnt sich ein Vergleich.
Es gibt eine abgespeckte Version, die jedoch ebenfalls ohne Zusatzkosten auskommt – aber Sie sollten prüfen, ob die Funktionen für Ihre Bedürfnisse reichen. Die Plus-Version bietet mehr Community-Features, die in Deutschland aber problematisch sein können.
Der günstigste Preis ist nicht automatisch der beste Kauf: Entscheidend ist, ob die Plus-Funktionen in Deutschland überhaupt legal genutzt werden können.
Technische Daten im Detail
Die technischen Eckdaten sind überschaubar, aber entscheidend für die Nutzung im Alltag. Hier eine Einordnung der wichtigsten Werte.
| Eigenschaft | Wert / Beschreibung |
|---|---|
| Technologie | GPS-basiert, keine Radar- oder Lasertechnik |
| Community-Funktion | Nutzer melden mobile Blitzer in Echtzeit – in Deutschland umstritten |
| Akku | 20 bis 30 Tage laut Idealo |
| Länderabdeckung | Europaweit – insbesondere in DACH-Region stark vertreten |
| Update-Frequenz | Automatische Updates über App oder Gerät |
| App-Anbindung | Ja, für Einrichtung und Community-Meldungen |
| Abmessungen | 55 x 55 x 15 mm |
| Ladeanschluss | USB-C |
Wie lange hält der Akku des OOONO?
Die Akkulaufzeit von 20 bis 30 Tagen ist ein echtes Verkaufsargument – viele Konkurrenzgeräte müssen wöchentlich an die Ladestation. Idealo nennt genau diesen Wert für die Plus-Version.
Doch die Community-Funktion, die das Gerät so beliebt macht, ist genau die Funktion, die rechtliche Probleme verursachen kann.
Die Kombination aus langer Akkulaufzeit und Community-Funktion macht den OOONO für Vielfahrer attraktiv – aber in Deutschland kann genau die Community-Funktion als verbotene Verkehrsüberwachung gewertet werden. Das sollten Sie vor dem Kauf wissen.
Wie verwende ich den Ooono Co-Driver NO2 in meinem Auto?
- OOONO-App aus dem App Store oder Google Play laden und Gerät per Bluetooth koppeln.
- In der App die Region Deutschland auswählen und die Software aktualisieren.
- Das Gerät auf die Ablage oder ans Armaturenbrett legen – eine feste Montage ist nicht nötig.
- Nach dem Start des Autos verbindet sich der Co-Driver automatisch mit dem Smartphone.
- Vor Fahrtbeginn die gewünschten Warnungen in der App prüfen.
Die Einrichtung dauert nach Herstellerangaben nur wenige Minuten. Wer die mobile Blitzerwarnung vermeiden will, deaktiviert sie in der App und nutzt das Gerät als reinen Gefahrenwarner.
Rechtliche Einordnung: Legal oder nicht?
Die Frage, ob der OOONO in Deutschland legal ist, beschäftigt viele Käufer. Die Antwort ist komplex – und hängt von der Nutzung ab.
Ist OOONO in Deutschland legal?
Die Antwort lautet: im Verkauf ja, in der Nutzung kommt es auf die Funktion an. Die Community-Warnung vor mobilen Blitzern wird von Gerichten und Behörden unterschiedlich bewertet.
Der Hersteller OOONO erklärt dagegen, das Gerät sei legal, solange es nicht zur Warnung vor konkreten Verkehrsüberwachungsmaßnahmen genutzt werde.
Netzwelt ergänzt: Die Warnungen vor Gefahren wie Unfällen oder liegengebliebenen Fahrzeugen bleiben legal nutzbar, wenn die Blitzermeldungen deaktiviert sind.
Wer auf Nummer sicher gehen will, deaktiviert die mobilen Blitzermeldungen und nutzt den OOONO nur als Gefahrenwarner – so bleibt die rechtliche Grauzone vermeidbar.
Erfahrungen und Community-Meinungen
Der OOONO hat eine große Fangemeinde – und eine ebenso große Zahl an Kritikern. Die Bewertungen zeigen ein geteiltes Bild.
Ist der OOONO Co-Driver NO2 gut?
Die kurze Antwort: Für Vielfahrer, die bewusst auf die mobile Blitzerwarnung verzichten, ist das Gerät nützlich – anderen sei es wegen der Rechtslage nicht uneingeschränkt empfohlen.
- Lange Akkulaufzeit (20–30 Tage laut Idealo)
- Keine Abo-Pflicht
- Einfache Bedienung ohne feste Montage
- Mobile Blitzerwarnung rechtlich umstritten
- Keine offizielle Freigabe für den Fahrbetrieb
- Preisspanne je nach Händler groß
„Der OOONO hat mich schon vor vielen teuren Blitzern bewahrt – die Community-Meldungen funktionieren im Alltag wirklich gut.”
Käufer auf einer Produktbewertungsplattform (anonym, nicht verifiziert)
„Die rechtliche Unsicherheit ist mir zu groß – ich will keinen Punkt in Flensburg wegen eines 70-Euro-Geräts riskieren.”
Kommentar in einem Auto-Forum (anonym, nicht verifiziert)
Diese beiden Meinungen spiegeln das Dilemma des OOONO wider: technisch überzeugend, aber rechtlich riskant. Während die einen die Alltagstauglichkeit loben, schrecken andere vor den möglichen Konsequenzen zurück.
Alternativen zum OOONO Co-Driver No2
Wer den OOONO wegen der rechtlichen Unsicherheit meiden möchte, findet Alternativen. Allerdings gibt es kaum Geräte, die den gleichen Funktionsumfang zum gleichen Preis bieten.
| Alternative | Preisklasse | Besonderheit |
|---|---|---|
| Blitzer.de Pro | ca. 30–50 Euro/Jahr | App-basiert, keine Hardware nötig |
| Radarwarner von Navi-Geräten (z.B. Garmin) | 150–400 Euro | Oft mit Navigation kombiniert |
| Andere GPS-Warner (z.B. Coyote) | 100–200 Euro | Teils mit Abo-Modell |
IMTEST empfiehlt, sich vor dem Kauf über die rechtliche Lage im eigenen Land zu informieren – das gilt für alle Radarwarner.
Ist OOONO besser als Waze?
Waze liefert zusätzlich Verkehrsführung und Staumeldungen, TomTom ist vor allem Navigationsgerät. OOONO punktet mit sofortiger Warnung ohne Blick aufs Display und mit langem Akku. Für reine Navigationsnutzer sind die Alternativen trotzdem die bessere Wahl.
Fazit: Lohnt sich der Kauf?
Der OOONO Co-Driver No2 ist kein Gerät, das man leichtfertig kaufen sollte. Die Technik ist überzeugend: lange Akkulaufzeit, keine Abo-Pflicht, gute Community-Warnungen. Aber die rechtliche Grauzone in Deutschland kann teuer werden – 75 Euro Bußgeld und 1 Punkt in Flensburg sind keine Bagatelle.
Der OOONO bleibt damit ein Gerät für alle, die das Risiko bewusst eingehen – oder die Blitzermeldungen deaktivieren und ihn als Gefahrenwarner nutzen.
imtest.de, imtest.de, mobi-test.de, amazon.de, test-fritz.de, fastcar.co.uk
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche rechtlichen Risiken bestehen beim OOONO in Deutschland?
Die Nutzung der mobilen Blitzerwarnung kann als Ordnungswidrigkeit gewertet werden. CHIP nennt 75 Euro Bußgeld und 1 Punkt in Flensburg. Der Verkauf selbst ist legal.
Gibt es versteckte Kosten beim OOONO?
Das Gerät selbst hat keine Abo-Pflicht. IMTEST weist allerdings darauf hin, dass nach 365 Tagen für die In-App-Navigation 1 Euro pro Monat anfallen kann. Die Warnfunktion ist davon unabhängig nutzbar.
Wie lange hält der Akku des OOONO im Alltag?
Idealo gibt 20 bis 30 Tage Laufzeit an. Im Dauerbetrieb mit Bluetooth kann die tatsächliche Laufzeit darunter liegen.
Welche Alternativen zu OOONO gibt es?
Apps wie Blitzer.de Pro oder Navigationsgeräte mit Warnfunktion. IMTEST rät, sich vor dem Kauf über die Rechtslage im eigenen Land zu informieren.
Wie teuer ist der OOONO Co-Driver No2 Plus wirklich?
Laut Idealo zwischen 62,82 und 91,38 Euro. IMTEST nennt 68,99 Euro als Richtwert.
Funktioniert der OOONO auch ohne Community-Meldungen?
Ja, feste Blitzer werden über GPS-Daten angezeigt. Die Community-Meldungen lassen sich deaktivieren, um das Gerät als Gefahrenwarner zu nutzen.
Was passiert, wenn ich mit dem OOONO erwischt werde?
Das Gerät kann beschlagnahmt werden, wenn die mobile Blitzerwarnung aktiv genutzt wird. CHIP nennt 75 Euro Bußgeld und 1 Punkt in Flensburg.